Touch down on earth

Willkommen im Leben.
„Nach einem stürmischen und turbulenten Höhenflug, sind sie nun sicher in ihrem nackten Leben gelandet! Sie werden erkennen, dass alles, was sie bisher ihr Leben genannt haben, nicht alles war, nur ein Anfang, quasi die Ouvertüre. Ich wünsche ihnen einen aufregenden Aufenthalt in der Wirklichkeit. Ach ja, und wenn sie nun glauben, dass sie im Paradies gelandet sind, dann muss ich sie enttäuschen.“
„Welche nette Ansage!“, dachte ich und stieg aus dem alten Leben, einem in die Jahre gekommenen SpiritandHeartBomber aus. Noch drehte sich alles in mir und die doch sehr rasche Landung, ließ mich taumeln. Der Blick noch etwas unscharf und mit Herzklopfen betrat ich mein neues Leben.

Ich schaute mich um…
Es sah anders aus, als ich erwartet hatte.
Stapel von Papier, alten Dokumenten, Tagebüchern und Bilder aus uralten Zeiten lagen überall herum. Manche fein säuberlich gebunden und datiert, andere kunterbunt verteilt.
Dazwischen 100te Exeltabellen mit Zahlenreihen, Betriebskostenabrechnungen und Steuerbescheide.

Hmm… also so habe ich mir mein neues Leben echt nicht vorgestellt… grübelte ich. Warum musste ich so weit fliegen, um erst recht wieder in einem Büro voll Daten, Fakten und Zahlen zu landen? Das was ich NIE haben wollte. Wo ich nach eigener Einschätzung absolut untalentiert bin? Ich kratzte mich am Kopf und sehnte mich nach einer Tasse Kaffee, einfach um die Nerven zu beruhigen.
„Ich wollte doch Menschen helfen, sie in ein zufriedenes glückliches Leben begleiten, ihnen helfen ihr Herz zu finden und danach zu handeln und jetzt bin ich schon beim ersten Touchdown in Papa´s altem Büro, restlos überfordert,“ dachte ich.

Das Telefon läutet. Ein Mieter braucht dringend eine neue Therme. Das Telefon läutet wieder, jemand kann nicht zahlen. Weitere Anrufe folgen mit Bitten, Wünschen, Beschwerden, Hilferufen. Liegengebliebenes aus Papas Leben, Neues aus dem Jetzt, alles klopft gemeinsam an die Türe und will gesehen, erledigt und abgearbeitet werden und zwar gleich. Die ganze Familie sitzt zusammen und werkelt, gibt ihr Bestes. Alle geben ihren Beitrag, bemühen sich, schenken ihre Talente und arbeiten Hand in Hand. Baumeister, Elektriker, Installateure beauftragen, dazwischen Mörtel kaufen und zu Baustellen führen, Kostenabrechnungen, Buchhaltung und Zahlungen durchführen, zu räumen und zu putzen, das ist also mein neues Leben.

Und plötzlich erkenne ich, dass ich genau richtig bin, wo ich gerade bin. Mein neues Leben ist ein Update des Alten. Es ist einfach cool und schweißt die Familie so richtig zusammen.

Ich darf sehr praktisch helfen, unterstützen, viel kommunizieren, Stärke lernen, Durchsetzung wenn nötig, organisieren, Ordnung halten lernen und viele Wege machen. Zwar nicht mit meinen Coachingtools in unserer pipifeinen Praxis, aber mit dem was ich gerade bin und zur Verfügung habe. Jeden Tag staubig, verschwitzt aber zufrieden nach Hause kommen, weil man gemeinsam was bewegt hat, das gibt Kraft… ganz egal was es ist, was man tut.

Und das Coolste in meinem neuen momentanen Leben ist, sagen zu können: „Ich habe keine Ahnung. Ich kenn mich gar nicht aus. Ich muss mich erst erkundigen, wie man XY macht.“ Danach lehne ich mich in den Stuhl zurück, atme und bin dankbar.

Ein kleines Update aus meinem neuen Leben 

 

Lebe dein Potential

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Das Leben ist Lernen

Zum Vertrauen, zur Selbstliebe etc kannst du dich nicht bekennen, nach dem Motto: “ ich liebe mich, ich bin liebend, ich vertraue.“ Leere Worthülsen sind nichts als Attrappen. Kartonpüppchen, die beim ersten Starkregen in sich zusammenfallen. (mehr …)

Zu sensibel für diese Welt

Die energetischen Schmetterlingskinder.

Kennst du das, dass sich ein einziges Wort wie ein Stich mit dem Messer ins Herz anfühlt?
Gedanken von Menschen wie ein Bombenhagel?
Das sich ständige selbst überfordern und die eigenen hohen Erwartungen nicht so erfüllen zu können, wie du es gerne hättest?
Wo kleinste Nuancen, Worttöne, Augenverdreher und Seitenblicke, selbst liebevoll gemeinte Kritiken, tiefen inneren Schmerz auslösen?
Das Gefühl erzeugen, nicht zu genügen, nicht wertvoll zu sein, es nicht gebracht zu haben, nicht dazuzugehören?

Willkommen bei den Hypersensiblen!
Ich kenne das seit meiner Kindheit.
Es ist ein immer wiederkehrender Schmerz.
Oftmals spüre ich Schmerz über etwas, was mich nicht einmal persönlich betrifft und ich beginne zu weinen.
So viel habe ich selbst ausprobiert, gemacht, angewendet um mich besser an diese Welt anzupassen, mir Aussagen, Handlungen, Urteile von Menschen weniger zu Herzen zu nehmen. Es hat nicht funktioniert, ohne mich dabei selbst zu verlieren oder zu ignorieren.
Ich habe es wie viele andere Menschen, als eine Gabe mitgebracht in diese Welt. Ein Gabe, die auf den ersten Blick für viele einfach bewundernswert erscheint, aber für den Begabten oft gar nicht leicht zu leben ist. Diese Gabe dient dazu die Welt besser zu machen. Wir sind Seismographen der energetischen Wirklichkeit. Wir erkennen welche Auswirkungen ein einziges Wort auf das Energiefeld hat, auf ein anderes lebendiges Herz.
Statements wie: „Du musst dich einfach durchsetzten und die Führungsrolle übernehmen,“ sind nett aber sie bringen keine Lösung. Wie oft habe ich gehört: „Mache es doch wie XY. Die kann das. Nimm sie dir als Vorbild. Die kann sich toll abgrenzen. Du musst stark und hart werden.“
Ich habe alles ausprobiert.
Habe mir fremde Hüte aufgesetzt, Rollen gespielt und so getan als ob, um zu erfahren, dass das für mich gar nicht geht.
Ich habe mich bemüht nicht so sensibel zu sein. Das ist noch unmöglicher. Eine Gabe kann man nicht einfach zudecken.
Sensibilität zu heilen war auch ein netter Versuch, der wirkungslos blieb. Eine Zeit lang habe ich mich von Menschen ferngehalten, um mich den Schmerz nicht so oft zu spüren. Heute umgebe ich mich nur mehr mit Menschen, die mir gut tun.

VERGLEICHEN BRINGT DICH UM

Je sensibler ich wurde, es nimmt kontinuierlich zu, desto schwieriger wurde es für mich. Ich begann mich mit anderen, sogenannten robusten Persönlichkeiten zu vergleichen. Das ist der Todesstoß für Hypersensible.
Diese Frau kann super ihre Autorität leben!
Ich kann es nicht, dachte ich immer öfter.
Bis ich erkannte, dass ich Qualitäten wie Führung, Autorität, ganz anders lebe. Ich lebe sie aus den spontanen Impulsen des Herzens heraus, bin darin Vorbild für andere und das passt einfach nicht in das übliche Bild.
Ich sage nichts an, gebe keine Richtung vor. Die Führung kommt von innen. Wenn wer möchte, dass ich Regeln durchsetze, jemanden kontrolliere, ihn auf gemachte Fehler aufmerksam mache, dann bin ich nicht die Richtige dafür.
Ich habe gelernt zu erkennen und wertzuschätzen was ich kann und wie ich funktioniere und was ich nicht kann. Meine Art mit Konflikten, Regeln und Führungsaufgaben umzugehen ist anders als es andere machen und erwarten. Ich habe gelernt mir treu zu sein, statt mich zu verbiegen oder zu tarnen. Ich zeige meinen Schmerz und meine Freude, so wie es ist.

NUR WEIL ICH ANDERS TICKE UND ES ANDERS MACHE, HEISST ES NICHT, DASS ICH ES NICHT KANN
Dieser Satz hilft mir am meisten, um mit meiner Sensibilität gut und in Selbstliebe umzugehen. Ich rufe all jene auf, denen es ähnlich ergeht, zu sich zu stehen und diese Welt durch die eigene Gabe der Sensibilität besser zu machen.