Warum beten so wichtig ist und das richtige Handeln dem Gebet nachfolgt.

Zuerst eimal ein großes Danke an alle, die unserem Handeln in Traiskirchen nachgefolgt sind. Es ist eine Welle der Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit ins Rollen gekommen, die mein Herz erfreut und mich positiv in die Zukunft schauen lässt. Es gibt viel zu tun, sehr viel…
So viel, dass weder unsere Arme noch unsere Zeit dazu reichen. Wie oft hörte ich in den letzten Tagen „Das ist doch nur ein Tropfen am heißen Stein.“ Ja, mag sein, aber du hast vielleicht einigen Menschen Vertrauen geschenkt, Zuversicht oder etwas zum Anziehen oder Essen gebracht. Sie werden diesen Moment nie vergessen. Wenn die Not am größten ist, dann zählt jeder Moment, der lichtvoll ist.

Unsere 2 gemeinsamen Light Mobs haben den Menschen so viel Hoffnung gegeben. Immer wieder höre ich von ihnen:  „wann kommt ihr wieder singen?“ Meine wunderbare liebe syrische Frau mit ihren 2 erwachsenen Söhnen, hat nun endlich ihren Baum gegen ein Bett tauschen dürfen. Sie haben ein Quartier gefunden und sind so dankbar, sprechen von unserer Gruppe und unserem Gesang und Gebet, das ihnen so gut getan hat.

Wir können nicht ermessen, was wirkliche Hilfe, eine Begegnung, eine Umarmung, ein Gebet, ein Geben für sie bedeutet. Wir fahren nach einem Besuch in Traiskirchen nach Hause. Wir sind gesegnet und haben ein Dach über dem Kopf. Unsere Häuser stehen, weil kein Krieg ist und wir haben Essen. Niemals können wir nur im geringsten Ermessen, wie es IHNEN geht. Ja, wir können uns einfühlen und mitfühlen, aber wie heißt der indianische Spruch so schön:

„Gehe eine Meile in meinen Schuhen.
Sehe was ich sehe, höre was ich höre und fühle was ich fühle.
Vielleicht verstehst du dann warum ich das tue, was ich tue.
Bis dahin, verurteile mich nicht.“

In den letzten Wochen habe ich viel geweint. Nicht aus einem persönlichen Schmerz heraus, sondern aus tiefstem Mitgefühl mit allen Brüdern und Schwestern in Traiskirchen. Ihre Schicksale sind unfassbar für uns, die wir nach dem Krieg, in der Zeit des aufkommenden Wirtschaftswunders geboren wurden. Als Mutter von 4 Kindern weine ich mit den Müttern, wenn sie mir erzählen, dass ihr Baby oder ihre Kinder tot sind, dass ihre Kinder noch in Syrien sind, dass sie vergewaltigt wurden und jede Nacht Angst haben, dass es wieder geschieht. Manche werden jetzt an meiner Professionalität als Lebensberaterin zweifeln, doch wisst ihr was, das ist mir gleichgültig.

Professionalität ohne Mitgefühl ist wie Pudding ohne Himbeersaft oder wie Handeln ohne Gott.

Mein wunderbarer göttlicher Freund Dadashreeji hat mich gelehrt, wie ich glücklich werden kann.
Tief versunken im Burnout, in einer selbsterzwungenen Auszeit, nicht wissend wie es weitergehen soll, ohne Visionen und ohne Kraft, saß ich wie jeden Tag seit Indien vor dem Shri Murti (einem gesegneten Bild, das für mich ein Sprachportal zu ihm ist). Ich heulte und jammerte, hasste mich dafür, dass ich jammerte, weil ich das selber nicht mag. War kräftemäßig am Ende und betete aus ganzem Herzen um Hilfe und Führung um für Menschen und die jetzige Zeit hilfreich zu sein.

„Bitte zeige mir, wohin mein Weg geht und bitte hilf mir wieder zu Kräften zu kommen und mich in der Welt mit all dem, was ich bin, einzubringen.“ Ich klagte dem Göttlichen all meine Gefühle und Schmerzen, meine Not und dann betete ich meine Mantren und weil es so gut war gleich noch weitere für andere Menschen, die auch Hilfe brauchen. Und so saß ich fast 2 Std. betend.

„Wenn ich mich zu sonst nichts mehr aufraffen kann, beten kann ich auch im Liegen oder im Sitzen, dachte ich mir.“

Dann kam das Wunder. Ich nenne es die göttliche Akupunkturnadel. Ein Gnadenakt für den ich so unendlich dankbar bin.
Am nächsten Tag war Herbert´s PC offen und FB war sichtbar und mir stach ein Video ins Auge. Ein Video über Syrien und Traiskirchen. Mein Finger machte klick und es dauerte nicht lange und mein Herz ging auf. Gleichzeitig spürte ich eine Energie der Empörung, die so kraftvoll war, dass ich ohne viel nachzudenken in eine Handlung geführt wurde. Die Handlung nach Traiskirchen zu fahren und zu helfen. Heute weiß ich, dass es eine göttliche Handlung war. Gott handelte durch mich. Seit diesem Tag ist mein Leben ein anderes. Meine Lebenskraft ist im Fluss. Mein Herz ist in Aktion. Meine Kinder sind neu und noch fröhlicher bzw. bescheidener geworden. Meine große Liebe, mein Mann Herbert und ich erleben ein neues, noch nie da gewesenes Liebesglück, weil wir beide auf das Göttliche schauen. Ich habe wieder Ideen und Freude zu schreiben…

 

Dadashreeji´s Botschaft stimmt zu 100%.

Wenn deine Energiereserven leer sind und dein Pluskonto aufgebraucht ist, dann hilft nur eines:
Selfless Service für deine Mitmenschen. Selbstloses Handeln und Gebet helfen dir deine eigene Transformation voranzubringen.

„Der beste Weg anderen Menschen zu helfen, ist dich selbst zu transformieren. Denn mit deiner Transformation, werden alle anderen, die mit dir in Kontakt kommen, ebenfalls transformiert.“

Dadashreeji

Das Göttliche spricht mit jedem von uns. Jeden Moment.
Weder sind wir lästig, noch unwürdig für ihn. Das Göttliche liebt uns.
Ich habe es im Ashram erfahren dürfen, wie sich das anfühlt und es war ein Segen, den ich niemals vergessen werde.
So viel unendliche bedingungslose Liebe…

Wenn Gott mit uns spricht und wir hören ihn nicht, dann liegt das eindeutig an uns selbst.
„Dieser Anschluss ist zur Zeit nicht erreichbar, diese Person ist so beschäftigt und im Stress, dass sie leider nicht zurückrufen kann,“ tönt es dann von unserer Seite zurück. Es ist so einfach und dennoch so schwer, wie ich selbst erfahren durfte, einfach still zu sein.

Einfach ist unsere Natur.
Stille ist unsere Essenz.
Zu Sein ist Ausdruck unseres Wesens.

In Momenten der Anforderungen und des Lärms still zu sein, nach Innen zu gehen und zu warten, bis die Antwort kommt. In der Schule lernen die Kinder schnell eine richtige Antwort aus dem Grosshirn abzuliefern. Das dürfen wir mit Gott an der Hand verlernen. Mein Wissen ist nichts im Vergleich zum göttlichen Wissen. 47 Jahre habe ich mich bemüht ein guter und gescheiter Mensch zu sein. Es richtig zu machen und Fehler zu vermeiden. Ich habe vieles an Techniken gelernt und fast alles wieder abgelegt.
Denn für mich ist die wirkungsvollste Intervention das Gebet. Eine richtige Handlung mit einem Herzensgebet zu verbinden, erschafft ein Heilfeld, das alles möglich macht.

Was ist ein Gebet? Ist das Bitten? Oder Visualisieren? Oder ein Vaterunser beten?

Ein Gebet ist ein Gespräch mit Gott. Ein natürliches Gespräch. Alles darf sein, alles was du in dir trägst, darf zum Ausdruck kommen. Das Göttliche urteilt nicht über dich. Es hört zu und bietet dir seine Hilfe an. In der Stille antwortet dir das Göttliche. Es führt dich, ruft dir zu oder nimmt dich bei der Hand.

Nur zu klagen und bitten ist für mich kein Gebet.
Danken, sich öffnen und befreien, bitten und sich dem Göttlichen hingeben, schon.
Und dann tauche ein in die unendliche Stille. Lasche nach Innen, wenn Gott dir in dein Herz spricht.